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PrÄvention von EssstÖrungen

Der Gedanke an Prävention ist bei einer Störung wie der Essstörungen naheliegend. "Vorbeugen ist besser als heilen" denkt sich so mancher Laie wie Fachmann/frau. Leider hat es sich gezeigt, dass Prävention von Essstörungen, besonders die primäre Prävention, ein schwieriges Unterfangen ist.

Man unterscheidet zwischen
der primären
der sekundären
und der tertiären Prävention:

Die primäre Prävention soll das Auftreten der Erkrankung verhindern.

Die sekundäre Prävention soll verhindern, dass es zu einem Verschleppen der Behandlung und zu einer Chronifizierung der Erkrankung kommt.

Die tertiäre Prävention soll verhindern, dass die Lebensqualität allgemein vermindert wird, und soll helfen, dass trotz der Erkrankung ein ausgefülltes Leben geführt werden kann.

Generell bestehen gute Präventionsprogramme zu Essstörungen aus drei Hauptkomponenten:

  1. Instruktion über schädliche Auswirkungen von ungesunden gewichtsregulierenden Verhaltensweisen
  2. Vermittlung von Wissen über unproblematische gewichtsregulierende Massnahmen wie gesunde und ausgeglichene Ernährung, Diätprinzipien und regelmässige sportliche Aktivität im aeroben Bereich
  3. Entwicklung von Bewältigungsstrategien, um den verschiedenen soziokulturellen Einflüssen zu widerstehen, welche mit dem gegenwärtigen Zwang zum Dünnsein und Diäthalten verknüpft sind.

Dagegen sollen keine Informationen über die Erkrankung selber vermittelt werden, da die Gefahr der Nachahmung des essgestörten, insbesondere bulimischen Verhaltens gross ist.

Die Ergebnisse der Präventionsprogramme im Bereich der primären Prävention weisen generell darauf hin, dass sich zwar das Wissen über gestörtes Essverhalten verbessert, eine Verhaltensänderung jedoch nicht stattfindet.

Versucht wurden auch spezifische Interventionen nur für Risiko-Adoleszente (Mädchen zwischen 12-16 Jahren). Leider liegen auch für diese Projekte bisher noch keine positiven Ergebnisse vor.

Die sekundäre und die tertiäre Prävention hingegen zeigen gute Resultate. Durch verbessertes Wissen über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten haben unbehandelte Essstörungen deutlich ab, die Behandlungserfolge zugenommen.

 

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