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Meine Gedanken:
Ich habe seit 5
Jahren Anorexie und seit 2 Jahren nun auch begleitende
Bulimie. War während den letzten 2 Jahren schon 7 Mal
hospitalisiert und zwischendurch immer wieder ambulant
in Therapie. Mal ging es mir besser und kaum hatte ich
Hoffung, dass ich jetzt auf dem steigenden Weg bin, fiel
ich wieder tief ins Loch und war wieder mitten im
Teufelskreis des Nichtessens und Erbrechens! Es ist so
schwierig, die mir so vertrauten Gewohnheiten
loszulassen und neu anzufangen, denn immer kommt das
schlechte Gewissen, das sagt, dass keine positive
Veränderung erlaubt ist! Aber die Hoffnung irgendwann
doch noch einen Lichtblick zu erleben oder dann halt der
Krankheit ganz nachzugeben und mich zu verabschieden ist
noch immer in meinem Kopf und ich versuche doch immer
wieder von Neuem mich hinauf zu kämpfen um mein Leben
doch etwas geniessen zu können.
Alle, denen es so
ergeht wie mir, möchte ich sagen, dass ihr probieren
müsst, so lange es geht, die Krankheit immer wieder zu
bekämpfen!!!!!!
Gebt nicht
auf!!!!!!!!
Bericht einer Betroffenen, 15.02.07
Kontakt zur Verfasserin über den Briefkasten (wird
weitergeleitet)
Unsere Tochter ist 16
Jahre alt und ist bis heute eigentlich ein
"problemloses" Mädchen. Sie wird im Sommer die
Kantonsschule besuchen und hat seit einem halben Jahr
einen Freund. Sie hat viele Freundinnen und auch in
unserer Familie läuft alles rund. Wir reden über alles.
Seit ein paar Monaten hat sie sehr an Gewicht verloren.
Sie isst viel weniger als früher. V.a. Fleisch isst sie
fast nicht mehr. Obwohl wir nicht das Gefühl haben, dass
sie stark untergewichtig ist, machen wir uns Sorgen.
Wenn wir sie auf ihr Essverhalten ansprechen, reagiert
sie gereizt. Was raten Sie uns, wie wir vorgehen sollen?
Bericht von Vater
einer Betroffenen, 02.05.2007
Kontaktinformation
des Verfassers der ENES bekannt
Ich möchte dem Vater, der am 02.05.2007 einen Bericht über seine
Tochter in den Briefkasten gestellt hat, etwas schreiben:
Wissen sie, ich leide selber unter einer Essstörung, ich bin jetzt 16 und
das Ganze hat angefangen als ich 13 war und begonnen habe, kein Fleisch mehr
zu essen. Daher bin ich von ihrem Bericht so schockiert, da ich mich
irgendwie wiedererkannt habe.
Ich kann sie nur darum bitten: Reden sie in Ruhe mit ihrer Tochter, lassen
sie nicht locker und besuchen sie notfalls auch eine Beratungsstelle mit
ihr.
Von meiner Essstörung weiß bis heute niemand, weder meine Eltern, noch meine
Freunde. Ich kann mich niemandem anvertrauen, nicht unter richtigem Namen.
Mein Leben dreht sich nur um Essen und Brechen und Kalorien. Ersparen sie
das ihrer Tochter, sorgen sie jetzt dafür, dass es nicht so weit kommt, wie
bei mir. Das wäre ihr zu wünschen...
Bericht einer Betroffenen, 22.10.2009
Kontakt zur Verfasserin über den Briefkasten (wird
weitergeleitet)
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